NAH ANS WASSER GEBAUT
Abbildung: Snug Architects, Milford Beach Huts · Foto: Martin Gardner Photography
Bis 19. September 2021

NAH ANS WASSER GEBAUT

Architekturikonen und der Meeresspiegel
Sonderausstellung
Ostseebad Ahrenshoop

Rund 20 Fotografien, Filme, Modelle und Virtual-Reality-Simulationen ermöglichen Perspektivwechsel

Unzählige Mythen ranken sich um die Gefahren der Meere. Nicht selten wird gar das Verschwinden ganzer Städte im Meer beschrieben. Mit der Sonderausstellung „Nah ans Wasser gebaut – Architekturikonen und der Meeresspiegel“ greift das Kunstmuseum Ahrenshoop diesen Erzählfaden auf, um ihn in gleichem Zuge um neue Perspektiven zu erweitern.

Maritime Architektur im Wandel der Zeit
In den Tiden offenbart das Meer seit jeher seine zeitliche Abhängigkeit. Mit der fortschreitenden Erderwärmung kommt eine neue Dimension hinzu, die tiefere Blicke in die Vergangenheit und Zukunft erfordert als jemals zuvor. Zugleich wird damit begonnen, die Umwelt im Wechsel der Klimazeiten zu begreifen. Diese Art der Betrachtung legt nicht zuletzt offen, wie sich das Meer über längere Zeiträume verändert hat. Was bei steigenden Temperaturen, bei schmelzenden Eisschilden und bei einem Anstieg des globalen Meeresspiegels mit Gebäuden an der Wasserkante geschieht und welchen Wandel maritime Architektur erfahren hat, können Besucher im Kunstmuseum Ahrenshoop eindrücklich erleben.

Ausgefallen(es) ausgestellt

Die Inszenierung der Sonderausstellung ist faszinierend und fesselnd zugleich. Mit dem Betreten des Saales werden Besucher auf eine Reise unter die Wasseroberfläche eingeladen, in deren Rahmen bauliche Ikonen nach ihrem Versinken in die Fluten betrachtet werden können. Zu den vorgestellten Gebäuden und Baukünsten zählen eine Reihe herausragender und bedeutender Projekte, darunter der Binzer Rettungsturm des Architekten Ulrich Müther, das kalifornische Salk-Forschungsinstitut des Architekten Louis Kahn, ein Palastprojekt von Schinkel für die Halbinsel Krim sowie die britische „Halley VI Antarktisstation“ auf dem Brunt-Schelfeis der Hugh Broughton Architects.

 

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