„Die Eicken“ (1862-1940) – oder: Malen gegen männliche Vorurteile
Winterliche Gehöfte an der Ostsee (Ausschnitt), nach 1900, Öl auf Leinwand, 56 x 76 cm, Privatbesitz
5. Dezember 2021 bis 24. April 2022

„Die Eicken“ (1862-1940) – oder: Malen gegen männliche Vorurteile

Sonderausstellung
Kunstmuseum Ahrenshoop

Eine Werkschau

Elisabeth von Eicken (1862-1940) wurde in Mülheim an der Ruhr in einer adligen Industrieellen-Familie geboren und lebte zehn Jahre lang in Paris und Barbizon, bevor sie sich in Deutschland künstlerisch und wirtschaftlich auf eigene Füße stellte. Ab 1894 mit einem eigenen Atelierhaus in Ahrenshoop präsent, forderte sie die männliche Malerschar um Paul Müller-Kaempff und Friedrich Wachenhusen durch ihre Unabhängigkeit und ihr hohes künstlerisches Potential heraus. Bezeichnend für alle bekannten Arbeiten Elisabeth von Eickens ist, dass sie die unberührte Natur und die von Menschen gestaltete Landschaft mit Feldern, Weiden, Bäumen und Sträuchern, Häusern und Zäunen zeigen. Tiere und Menschen kommen nur ausnahmsweise, Porträts gar nicht vor.

In der Ausstellung im Kunstmuseum Ahrenshoop werden neben etwa 50 Werken der Malerin auch Fotos und Lebensdokumente gezeigt. Kurator der Ausstellung ist der Schweriner Historiker Dr. Wolf Karge, der kürzlich die Forschungsarbeit über die Malerin neu aufgenommen und seine Erkenntnisse in die Ausstellung im Kunstmuseum Ahrenshoop eingearbeitet hat.