Der durch die einzigartige Landschaft von Fischland und Darß geprägte Künstlerort Ahrenshoop hat eine mehr als 130-jährige Geschichte. Viele Künstlerinnen und Künstler haben das Dorf und seine Umgebung seither besucht und den Ort durch ihr Wirken verändert.
Als Künstlerkolonie war Ahrenshoop um 1890 eine späte Gründung. Auf die Gründergeneration hatte die europäische Freilichtmalerei großen Einfluss. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhundert hat insbesondere die klassische Moderne auch nach Ahrenshoop ausgestrahlt.
Während der NS-Diktatur suchten Künstlerinnen und Künstler hier zeitweise Zuflucht und fanden Freiräume. Neue Malgäste kamen nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Künstlerort schon bald in die engen kulturpolitischen Vorstellungen der DDR-Regierung eingebunden wurde. Am staatlichen Erholungsbetrieb vorbei fanden unangepasste Künstler in Ahrenshoop hier gelegentlich sogar ein Refugium. Junge Malerinnen und Maler aus Halle, Berlin, Leipzig und Dresden zog es hierher. Sie alle nahmen das Flair des Ortes auf, bereicherten es mit ihrer Anwesenheit und trugen es in die Gegenwart weiter. Auch heute noch ist Ahrenshoop ein lebendiger Künstlerort mit Museen, Galerien, Werkstätten, fest ansässigen Künstlerinnen und Künstlern sowie wechselnden jungen Stipendiaten.
Die Ausstellung im Kunstmuseum Ahrenshoop zeigt die bedeutendsten Arbeiten aus den Anfängen der Künstlerkolonie bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Eröffnung: Freitag, 2. Juli 2027 um 18 Uhr