Wolfgang Mattheuer (1927 – 2004) gehört zu den Vätern der legendären „Leipziger Schule“ und gilt heute als ihr markantester Vertreter. Mit den analytisch aufgeschlüsselten Wirklichkeitsbefunden seiner klaren Bildwelt parierte er schon früh den „sozialistischen Realismus“ in der DDR. Im Rückblick auf sein Werk erweist er sich als hellsichtiger Chronist seiner Gegenwart, der von Verbundenheit mit dieser ebenso erfüllt war wie vom Schmerz über ihr Scheitern. Die Ausstellung zu seinem 100. Geburtstag vereint etwa 48 Gemälde, zahlreiche Zeichnungen, Lithografien und Siebdrucke sowie einen Großteil des Holz- und Linolschnittwerkes des Künstlers, darunter viele Erstformulierungen von Bildideen, die noch nie gezeigt worden sind.
Eröffnung: Freitag, 18. Juni 2027 um 18 Uhr