Das Kunstmuseum Ahrenshoop verfügt über mehr als 1.000 Gemälde, Grafikkonvolute und Skulpturen von Künstlern, die in Ahrenshoop oder der Küstenregion gelebt, gearbeitet oder wiederkehrend als Sommergäste gewirkt haben.
Die ganzjährige Sammlungspräsentation gibt einen Einblick in das künstlerische Erbe der Malerkolonie. Die Ausstellung demonstriert die Vielfalt künstlerischen Schaffens in Ahrenshoop und der angrenzenden Küstenregion. Für die Anfangszeit der Künstlerkolonie stehen Werke von Elisabeth von Eicken, Anna Gerresheim, Paul Müller-Kaempff,
Friedrich Wachenhusen, Hugo Richter-Lefensdorf und weiteren Malern.
Thematisch widmet sich die Sammlungsausstellung momentan dem stillen Leben in Landschaftsanblicken und Landschaftsfantasien von der Künstlerkolonie bis heute. Vom 21. März bis 17. Mai sehen Sie in Saal IV zusätzlich Gemälde zum Thema „Die Lust am Freien – Mensch und Landschaft in modernen Werken“.

Hans Brass (1885-1959) zählt zu den unterschätzten Künstlerpersönlichkeiten der klassischen Moderne. Sein Leben und Schaffen sind eng mit dem Ostseebad Ahrenshoop verknüpft: Über 25 Jahre – mit Unterbrechungen – lebte, arbeitete und malte der Berliner Avantgardist hier. In Ahrenshoop gründet er die legendäre Bunte Stube und wird zweimal zum Bürgermeister gewählt – ein ungewöhnlicher Weg für einen Künstler seiner Zeit.
Die Ausstellung hier im Kunstmuseum ermöglicht einen umfassenden Einblick in alle Schaffensphasen dieses originellen, fantasievollen und zeitkritischen Malers. Gezeigt werden 115 Werke – die Mehrzahl davon ist nie zuvor museal präsentiert worden.

Die Kunstbestände heutiger Museen haben häufig ihren Ursprung in privatem Sammeln. Auch das Kunstmuseum Ahrenshoop halt vielfach davon profitiert – so u. a. durch Schenkungen des Rostocker Ehepaares Ute und Ulf Kringel. Der private Kunstbesitz des Paares geht aus einem leidenschaftlichen Bedürfnis nach Erinnerung hervor, bei dem viel Familiäres mitschwingt.
In einem Zeitraum von zehn Jahren trug Ulf Kringel Dutzende Gemälde und Grafiken namhafter und weniger bekannter Künstler des Expressionismus, des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit zusammen. Dieser ausdrucksstarke Fundus repräsentiert sowohl mecklenburgisches als auch schlesisches Kulturerbe und enthält etliche vergessene Kunstwerke, die der Sammler im Zuge abenteuerlicher Suchaktionen wiederfand.

Der Kinderkunstworkshop mit Führung bietet Kindern von 5 – 12 Jahren die Möglichkeit, Kunst auf kreative und spielerische Weise zu entdecken. Gemeinsam betrachten wir ein ausgewähltes Kunstwerk in der Ausstellung und sprechen über Formen, Farben und Geschichte der Kunstwerke.
Anschließend werden die Kinder selbst zu kleinen Künstlerinnen und Künstlern: Mit Farbe, Pinsel, Schere und Papier setzen sie ihre eigenen Ideen um und lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Der Workshop fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch das Verständnis für Kunst und kulturelle Ausdrucksformen – ein wertvoller Beitrag zur kindlichen Entwicklung.
Jeden Freitag lädt um 14 Uhr das Kunstmuseum zu einer Führung durch die Ausstellungen. Unter fachkundiger Begleitung erhalten Sie Einblick in die Sonder- und Dauerausstellungen des Hauses. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Dauer ca. 1 Stunde.
Kosten: 5 € zzgl. Eintritt

Die Sammlung des Ehepaares Ute und Ulf Kringel beherbergt Entdeckungen! Über das Sammeln, das Suchen, Aufspüren und Entdecken von Bildern sowie über die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler selbst, berichtet der Sammler Dr. Ulf Kringel in dieser Führung.
Mehrere Dutzend Gemälde von Künstlerinnen und Künstlern des Expressionismus, des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit sind in der Sammlung Kringel enthalten. Die Werke repräsentieren Sehweisen und Emotionen, Sehnsüchte und Lebensbrüche von Menschen, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts in Deutschland lebten und es unternahmen, ihre Erfahrungen in Bildern an uns Heutige zu übermitteln. Neben bekannten Namen sind vergessene darunter, die Verluste anzeigen – menschliche und künstlerische Verluste durch die Katastrophen des Jahrhunderts.