24.10 | 19.30 Uhr

Beltracchi - Die Kunst der Fälschung

Dokumentation, D 2014, 108 min
Filmclub
Kunstmuseum Ahrenshoop

In dem Film von Arne Birkenstock werden der Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi und seine Frau Helene porträtiert, die den größten Kunstfälschungsskandal der Nachkriegszeit zu verantworten haben. Beltracchi führt seine Fälschungstechnik vor und auch, wie mittels der von ihnen erfundenen Sammlung Jägers falsche Provenienzen für die Fälschungen geschaffen wurden. Der Film lässt dem Fälscher viel Raum und zeigt sowohl seine handwerkliche und kunsttechnische Versiertheit, aber auch seine Überheblichkeit gegenüber den Künstlern, die er gefälscht hat. Zu Wort kommen auch Opfer und Gegner der Beltracchis, wie das belgische Sammlerehepaar Ommeslaghe, der britische Kunsthändler James Roundell, der Inhaber des Auktionshauses Lempertz in Köln, Henrik Hanstein, die Genfer Galeristin Sofia Komarowa und der ermittelnde Kriminalbeamte René Allonge. In einem Archivausschnitt aus dem Film Max Ernst: Mein Vagabundieren – Meine Unruhe von Peter Schamoni kommt mit Max Ernst auch einer der vom Beltracchi gefälschten Künstler zu Wort. Der Film setzt sich kritisch mit der Mitverantwortung des Kunstmarktes für den Beltracchi-Skandal auseinander, zeigt aber auch den Fälscher in zwar humorvoller, doch zugleich - insbesondere in den Gesprächen mit dem Kunsthistoriker Henry Keazor zu Beginn und gegen Ende des Films - in selbstentlarvender Manier.