19. Februar 2018 | 18.30 Uhr

News from Trumplandia: Der Präsident, sein 'Volk' und der Kampf um die Fakten in den USA

Prof. Gesa Mackenthun, Universität Rostock
Vortrag und Gespräch
Kunstmuseum Ahrenshoop

Europa sieht sich aktuell mit drei riesigen Herausforderungen konfrontiert: dem angekündigten Ausstieg Großbritanniens aus der EU, der mit politischer Verunsicherung verbundenen Präsidentschaft von Donald Trump und einer wachsenden Wissens-Unsicherheit durch unkontrollierte Verbreitung geplanter und unbeabsichtigter Falschnachrichten in den populären Medien. Das letztgenannte Phänomen veranlasst selbst seriöse Kommentatoren dazu, von einem „postfaktischen Zeitalter“ zu sprechen – eine Übertreibung, die sich spielerisch als „Postfaktizän“ bezeichnen ließe. Der Vortrag will versuchen, drei Elemente näher in den Blick zu nehmen: den von der Trump-Regierung verbreiteten Mythos amerikanischer „Größe,“ die Gefahr, die von der Verbreitung unsicheren Wissens ausgeht, und die Widerstandesfähigkeit der amerikanischen Demokratie, die uns Grund zur Hoffnung geben kann.

 

Gesa Mackenthun ist Professorin für Nordamerikastudien an der Universität Rostock. Sie ist Autorin der Monographien Fictions of the Black Atlantic in American Foundational Literature (Routledge, 2004) und Metaphors of Dispossession. American Beginnings and the Translation of Empire, 1492-1637 (University of Oklahoma Press, 1997), und Mitherausgeberin von Sea Changes. Historicizing the Ocean (Routledge, 2004, mit Bernhard Klein). Sie war Initiatorin und Gründungssprecherin des Rostocker DFG-Graduiertenkollegs “Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs” (2006-2015) und ist Herausgeberin der Schriftenreihe "Cultural Encounters and the Discourses of Scholarship" (Waxmann; zuletzt Decolonial Heritage: Natures, Cultures, and the Spoils of Memory, mit Aníbal García-Arregui). Neben der Lehre mit den Schwerpunktthemen transkulturelle und postkoloniale Literaturen und Kulturen in Nordamerika sowie postkoloniale Ökologie forscht sie zum Thema koloniale Reiseliteratur im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Konstruktionen der Frühgeschichte Nordamerikas seit dem 19. Jahrhundert.